Wie du Google Plus für den Online-Unterricht nutzen kannst

Google Plus

Wer seinen Unterricht für Schüler und sich selbst flexibel und unabhängig vom Ort anbieten möchte, der ist mit den Tools Skype und Google Hangouts bestens beraten. Sehr gerne werden diese beiden Werkzeuge im Einzelunterricht eingesetzt. Doch wie lassen sich solche Tools im Gruppenunterricht am besten nutzen? Hier folgen einige Tipps für dich.

Lange Zeit war Skype das Tool Nr. 1 für den Online-Unterricht – man sieht sich, hört sich und hat zusätzlich die Chat-Funktion, mit deren Hilfe Nachrichten gesendet und gelesen werden können. Seit einiger Zeit holt jedoch Google mit seinem Hangout-Tool auf. Wer mit seinen Bekannten per Hangout telefonieren möchte, braucht ein Gmail Konto. Dieses beinhaltet die Google Hangout Funktion sowie weitere Hilfsmittel. Denn anders als bei Skype, findest du bei Google das Drive Dokument. Darin hast du die Möglichkeit, verschiedene Ordner und Dateien zu hinterlegen, auf die deine Schüler zugreifen können – jederzeit, von überall aus.

Google+, Gmail und Google Dokumente, Google – was sind die Unterschiede?

Bei so vielen Google Begriffen kommt man leicht durcheinander. Deshalb fangen wir bei der Begriffserklärung an:

Google

Google selbst ist die wohl die bekannteste Suchmaschine weltweit. Dank ihr findest du alle vorhandenen Inhalte im Internet. Du gibst einfach einen Suchbegriff ins Suchfeld ein, klickst auf Enter und schon springen entsprechende Webseiten und Inhalte heraus.

Google Plus Konto 

Das Google Plus Konto musst du dir wie das Dach einer Säule vorstellen oder auch das Mutterunternehmen, das diverse Tochterunternehmen/Zusatzleistungen vereint. Um Zugriff auf diese Zusatzleistungen zu erhalten, brauchst du ein Google Plus Konto. Egal, wie rum du dich anmeldest: Ob du die Webseite einer Zusatzleistung oder direkt das Google Plus Konto aufrufst, du musst dich immer bei Google Plus anmelden.

Ursprünglich wurde Google+ als Social Media Plattform entwickelt. In Deutschland brauchte diese Plattform sehr lange, um sich zu etablieren und so richtig will das eigentlich bis heute nicht funktionieren. Irgendwann beschloss Google, die Nutzer dazu zu zwingen, sich auf Google+ anzumelden. Deshalb kommst du um eine Anmeldung nicht mehr drumherum.

Wer sich beispielsweise ein Gmail Account anlegt, meldet sich automatisch auch bei Google+ an und erhält damit ein Google+ Social Media Profil.

Zusatzleistungen

Zu den bekanntesten Services des Google Plus Kontos gehören:

Gmail – E-Mail Verwaltung

Picasa – Foto Verwaltung

Google Text & Tabellen (auch Drive/Dokumente genannt) – eine Online-Festplatte mit Schreibprogramm, Excel-ähnlicher Software, Paint-ählicher Software. Ebenso enthalten ist eine Software zur Erstellung von Präsentationen sowie Umfrageformularen

YouTube

Google Hangouts – Video-Telefon- und Chatdienst inkl. Hangouts on Air mit Aufnahmefunktion

Darüber hinaus vereint Google Plus noch weitere Dienstleistungen.

Google Plus und der Online-Unterricht

Bei der Social Media Plattform Google Plus kannst du deine Kontakte in den sogenannten “Kreisen” organisieren. Du kannst z.B. geschäftliche Kontakte dem Kreis “geschäftlich” zuordnen, deine Schüler hingegen dem Kreis “Schüler”.

Sofern du Online-Unterricht mithilfe von Google+ geben möchtest, kannst du die Kreise noch besser organisieren: Hast du zum Beispiel eine Anfänger-Gruppe, so benennst du den Kreis “Anfänger”, Fortgeschrittene werden wiederum dem Kreis “Fortgeschrittene” hinzugefügt.

Welche Google Plus Leistungen dir beim Online-Unterricht helfen

Für den Online-Unterricht ist Google Plus besonders interessant, da du viele weitere Services nutzen kannst. Dir stehen die Folgenden zur Verfügung:

1. Hangouts 

Mit dem Video-Telefondienst können bis zu 10 Teilnehmer gleichzeitig miteinander sprechen. Alle sehen und hören sich. Jeder Teilnehmer kann allerdings selbst entscheiden, ob er seine Kamera einschaltet oder nicht. Auch kann jeder sein Mikrofon ein- oder ausschalten.

Ich selbst bitte die Teilnehmer darum, das Mikro solange ausgeschaltet zu lassen, wie ein anderer Teilnehmer spricht. Auf diese Weise werden Nebengeräusche anderer vermieden und alle können sich auf das Gesagte konzentrieren. Möchte jemand etwas sagen, hebt er kurz seine Hand hoch, schaltet sein Mikro ein und spricht.

Das Verb “to hang out” bedeutet “Zeit verbringen”. Im Deutschen haben wir dafür den umgangssprachlichen Begriff “abhängen”. Das Nomen “hangout” deutet auf den Ort hin, an dem man gemeinsam Zeit verbringen bzw. abhängen möchte.

Die Google+ Hangout Funktion dient nicht nur dazu, deinen Online-Unterricht abzuhalten, sondern auch Konferenzen, Webinare und andere Online-Verabredungen, wenn sich die Teilnehmer oder deine Freunde an unterschiedlichen Winkeln der Welt befinden.

Aber was passiert, wenn man den Schülern etwas schriftlich erklären möchte?

 

Wie machen es bloß die anderen Lehrer?

Registriere dich für unsere Sprachlehrer Community

auf Facebook und tausch dich aus!

Zur Online-Community

2. Chat oder Google Dokumente 

In der ersten Phase des Google Hangouts gab es eine ähnliche Chat-Funktion wie beim Skype, sprich eine Seitenleiste, in der der Verlauf des Geschriebenen zu sehen war. Jeder konnte seinen schriftlichen Beitrag abgeben. Allerdings war der Verlauf nach dem Beenden der Videokonferenz sofort weg. Vielleicht gibt diese Funktion deshalb nicht mehr. Ich kenne den Grund nicht. Für den Unterricht war diese Funktion eher weniger von Bedeutung.

Viel wertvoller sind die Drive Dokumente, zu denen vor allem das Schreibprogramm gehört.

Google Text

Google Text oder Google Docs ist ein Schreibprogramm, das dem WORD von Microsoft sehr ähnelt und fast die gleichen Funktionen beinhaltet. Aber der einzigartige Clou an dieser Software ist, dass sie von mehreren Benutzern gleichzeitig beschreibbar ist. Wenn also dein Schüler A das Dokument öffnet, sieht er, wer zur gleichen Zeit das Dokument geöffnet hat. Schreibt Schüler A das Wort “Hallo” rein, dann sehen das direkt alle anderen Benutzer, die das Dokument geöffnet halten. Jetzt kann Schüler B direkt antworten und schreiben “Wie geht´s?”. Alle anderen sehen es.

Google Docs ist somit ein Schreibdokument im Live-Format und kann daher auch als Chat dienen.

Ich selbst habe das Dokument für beides genutzt:

  1. Als Chat, um Aussagen sofort zu korrigieren oder
  2. Als Ablage für wichtige Unterrichts-Unterlagen

Unterrichtsmaterialien ablegen und teilen

Du kannst die Unterrichtsmaterialien für den Schüler entweder direkt in dem Schreibprogramm Docs entwerfen oder als Datei aus deinem Word hochladen. Welchen Weg du wählst, kannst du diese Materialien an deine Schüler freigeben. Dazu wählst du, ob deine Schüler diese Materialien bearbeiten oder nur einsehen können. Das liegt in deiner Hand. Wenn du z.B. Unterlagen hast, die immer gleich bleiben müssen und lediglich gleich bleiben sollen, dann gibst du sie zur Einsicht frei. Möchtest du z.B. Hausaufgaben aufgeben und der Schüler soll darin schreiben, dann gibst du das Dokument zur Bearbeitung frei.

VORSICHT: Wenn du ein Dokument an mehrere Schüler freigibst, schreiben alle im gleichen Dokument. Bei Hausaufgaben solltest du für jeden Schüler einen eigenen Ordner bzw. ein eigenes Dokument anlegen.

Was die technische Seite von Google angeht, ist das eigentlich schon das ganze Geheimnis.

Hast du Erfahrung mit Gruppenkursen online? Was sind für dich die größten Herausforderungen?

Mehr Geld und Kunden als Sprachlehrer!

Möchtest du dich finanziell unabhängig machen von kurzfristigen Absagen, langen Urlaubszeiten und Unterrichtsausfällen? In der Sprachlehrer Ideenschmiede zeige ich dir meine Strategien, um der Zeit gegen Geld Falle zu entfliehen und durch Lernprodukte online Geld zu verdienen!

–> Klicke hier und erfahre mehr: