Arbeitsblätter online selbst erstellen und verkaufen mit tutory.de

tutory

tutory.de ist eine neue innovative Plattform, über die Lehrer ihre Arbeitsblätter online selbst erstellen können. Mitgründer Thomas Haubner stellt dir im Webinar die Webseite vor und zeigt dir, wie du mit dem Drag & Drop Editor ganz einfach selbst Arbeitsblätter erstellst und sie mit anderen teilst. Spannendes Highlight des Interviews: Thomas geht auf das für Lehrer besonders lästige Thema Lizenzen ein und verschafft dir einen Überblick über geltende Nutzungs- und Veröffentlichungsrechte.

Aufteilung des Webinars:

Teil 1     Einführung

Teil 2     Nutzungs- und Veröffentlichungsrechte

Teil 3     Anleitung: Arbeitsblätter online selbst erstellen

Teil 4     Arbeitsmaterialien verkaufen

Teil 1: Einführung – Individuelle und lizensierte Arbeitsblätter online selbst erstellen

Der Lehrer arbeitet im Browser per Drag  & Drop. Dort kann er neue Arbeitsblätter selbst erstellen. Er kann aber auch auf die Arbeitsblätter anderer Nutzer zugreifen und sie anpassen. Außerdem kann man ins Arbeitsblatt Inhalte einfügen, die sowohl von der internen Datenbank stammen als auch von externen Datenbanken ausgelesen werden. Dazu gehören z.B. Wikipedia, OpenCliparts, Pixabay u.a. (mehrere offen lizensierte Datenbanken).

Das Ziel der Webseite ist, dass man leicht, sehr schnell und sehr gut aussehende Arbeitsblätter herstellen und differenzieren kann. Die Klassen werden immer heterogener, es liegen unterschiedliche Sprachkenntnisse bei Schülern mit Migrationshintergrund vor. Deshalb müssen sich bestimmte Inhalte einfacher anpassen lassen.

Tutory arbeitet daran, die erstellten Arbeitsblätter in Zukunft als interaktives PDF herunterzuladen. In solch einer Version werden Schüler das Arbeitsblatt interaktiv beantworten können. Es ist jetzt schon sehr einfach, ein Format zu exportieren und in jedes andere Format zu überführen. In Zukunft wird man dann mit dem Material sogar digital arbeiten können.

Laut Thomas besteht das Ziel der Plattform darin, den Unterrichtsentstehungsprozess sehr stark zu vereinfachen. Denn Lehrer stehen bei der Erstellung eigener Materialien immer wieder vor den gleichen Fragen:

  1. Welches Thema bereite ich vor?
  2. Welche Materialien brauche ich dazu?
  3. Welche Art des Materials bereite ich vor: Diktat, Lückentext, Multiple Choise usw.?
  4. Wie genau strukturiere ich das Arbeitsblatt?
  5. Wie reduziere ich Zeit bei der Erstellung aufwendiger Materialien?

Aus den Gesprächen mit vielen Lehrern geht hervor, dass andere Software-Programme dafür weder geeignet noch perfektioniert sind. Das soll sich mit tutory ändern.

Aktuell befindet sich tutory.de noch in der Betaphase. Das heißt, dass das Programm offen ist und kostenlos genutzt werden kann. Erst mit der Einführung des Basic Accounts entsteht eine Bezahlversion, in der zusätzliche Features zugänglich gemacht und eine Begrenzung aufgehoben wird.

Aktuell kann man auf tutory die Arbeitsblätter online selbst erstellen und sie privat speichern. Im zweiten Schritt können die Arbeitsblätter veröffentlicht werden. Bis zur Einführung des Basic Accounts kann man die Plattform also kostenlos nutzen, egal ob man seine Arbeitsblätter öffentlich teilt oder privat hält. In Zukunft wird dies anders sein.

Aber wer stetig Arbeitsblätter veröffentlicht, der kann tutory für immer kostenlos verwenden. Wer jedoch hauptsächlich privat speichern möchte, der zahlt eine Gebühr. Zur Zeit können Arbeitsmaterialien von tutory fast unbedenklich frei genutzt werden. Sie könnten sogar als Plakat für die Straßenbahn gedruckt werden. Und an dieser Stelle frage ich mich, warum das so ist und hacke nach. Woher weiß ich, wann ich Materialien frei nutzen kann und welche Lizenzen gibt es?

Teil 2: Nutzungsrechte und Veröffentlichung (Creative Commons Lizenzen)

— ab Minute 6:40 bis 15:20 —

Der Urheber ist in Deutschland grundsätzlich geschützt. Und zwar dann, wenn er ein Werk erschafft, das schutzfähig ist, also über eine gewisse kreative Leistung verfügt. Mit dem Entstehen der Schutzfähigkeit steht er als Urheber des Werks fest.

Von da an müsste der Autor von einer dritten Person (die das Werk verwenden will) gefragt werden, ob  sie es verwenden darf – egal in welchem Kontext. Die Person muss aktiv nach Nutzungsrechten fragen und der Autor muss sie ihm aktiv geben, sofern er die Nutzung erlaubt.

Was sind die Creative Commons Lizenzen?

Die CC (Creative Commons) Lizenz macht Folgendes: Der Urheber möchte, dass sein Werk jederzeit von jedem verwendet wird. Das markiert der Urheber auf dem Werk. Er vermerkt, dass er der Autor ist und verleiht dem Werk eine CC-Lizenz. Je nachdem wie stark eingeschränkt der Autor dieses Werk weitergeben möchte, desto anders wählt er die CC Lizenz:

CC-0 (auch public domain): Ich möchte mich selbst nicht immer als Autor genannt sehen

CC BY (+Name des Autors): Ich möchte, dass mein Name immer genannt wird

CC BY-SA (share a like): Derjenige, der das Werk verwendet, muss es mit derselben Lizenz weiterverwenden.

CC BY-ND: Der Nutzer darf das Werk nicht verändern

CC BY-NC: Ich darf das Werk nutzen, aber ich darf es weder verändern noch kommerziell verwenden.

Einen genauen Leitfaden gibt es auf tutory.de: Offene Lehr- und Lernmaterialien

Wann und warum würde ein Lehrer die CC BY-NC Lizenz verwenden?

Diese Lizenz verwenden sehr viele Privatlehrer, weil sie sagen: “Ich möchte nicht, dass ein Verlag mein Material verwendet und verkauft.” Das passiert jedoch kaum. Das Verkaufsargument von einem Verlag ist, dass man das Material selber gemacht hat und auf eine tolle didaktische Progression angepasst hat. Und da wäre es ziemlich ungünstig, wenn man darauf verweisen müsste, dass das Werk von irgendeinem Lehrer aus dem Internet stammt, der das Werk auch noch mit einer offenen Lizenz versehen hat. Es ist ziemlich utopisch, dass ein Verlag dies macht.

Geschäftsmodelle in diesem Bereich sind überhaupt noch nicht entwickelt.

Wenn ein Lehrer wirklich möchte, dass andere Lehrer seine Materialien verwenden, dann sollte er das unter eine möglichst offene Lizenz stellen: CC BY oder CC-0. Dadurch sinkt der Aufwand, diese Lizenz zu nutzen und auch adäquat aufgrund der Lizenz zu handeln. Ab da wird es komplizierter.

Tutory verwendet drei Lizenzen:

  1. Public Domain – gemeinfrei

Ein Werk von einem Autor, der bereits 70 Jahre tot ist, kann von jedem offen genutzt werden. Man darf es verwenden und verändern, wie man möchte.

  1. CC BY
  2. CC BY-SA

Wann bin ich der Urheber?

Wenn ich selber geschrieben habe oder selber fotografiert habe, dann bin ich Urheber und habe damit die Rechte bei mir, das Werk zu lizensieren.

Alles andere stammt von anderen Urhebern. Dann muss der Lehrer prüfen, ob der Urheber das Werk unter der offenen Lizenz freigegeben hat oder nicht. Dann müsste die Dritte Partei nach Nutzungsrechten fragen.

Wann handelt ein Lehrer kommerziell?

Als Privatlehrer oder kommerzieller Nachhilfelehrer, der für seinen Unterricht Geld bekommt, handle ich kommerziell. Ich bin sogar sehr weitreichend kommerziell. Die non-commercial Lizenz ist deshalb sehr kritisch zu betrachten.

Wenn ein Sprachlehrer einen Blog betreibt und auf diesem Blog kommerzielle Werbung schaltet oder ein Produkt verkauft, dann ist es zwar eine Einzelperson, aber diese handelt kommerziell. Denn der Lehrer erzielt durch seinen Blog eine Einnahme

Deshalb müssen die Nutzungsrechte erfragt werden. Dieser Overhead ist mit vielen Aktionen verbunden, nämlich:

  • Ich gehe aktiv auf den Urheber zu
  • Ich frage aktiv nach Nutzungsrechten
  • Ich muss mir die Nutzungsrechte bestätigen lassen
  • Ich hole mir weitere Informationen zu den Nutzungsrechten: Wie lange, in welchem Kontext, wo darf ich das Material überhaupt ausstrahlen usw.

Und genau diese Aktionen machen CC Lizenzen hinfällig.Ich brauche diese Schritte nicht mehr zu gehen. Ich suche mir Material aus, und weiß direkt, welche Rahmenbedingungen gelten, weil ich den Lizenzbaukasten kenne.

Teil 3: Anleitung – Individuelle Arbeitsblätter online selbst erstellen

Nachdem wir geklärt haben, welche Nutzungsrechte es gibt und was CC-Lizenzen sind, geht es ins Eingemachte. Thomas stellt dir im dritten Teil des Videos nun vor, wie du mit tutory Arbeitsblätter online selbst erstellen kannst. Hier folgt der Videoauszug mit der Anleitung:

Teil 4: Arbeitsmaterialien verkaufen

— ab Minute 57:53

Du hast nun einen Überblick erhalten, wie du Arbeitsblätter erstellst. Thomas beantwortet nun meine Frage, ob ein Lehrer die erstellten Materialien verkaufen kann – z.B. über seine Webseite, seinen Blog oder in seinem Buch.

Die Arbeitsblätter lassen sich unter der CC-Lizenz CC By verkaufen. Wenn du deine Arbeitsblätter auf tutory privat hältst, um sie dann zu verkaufen, solltest du dich für den Basic Account registrieren.

Wenn man die Arbeitsmaterialien über tutory erstellt, wäre es bequem, diese über tutory direkt zu verkaufen. Gibt es Pläne in diese Richtung?

Thomas gewährt uns einen Einblick in die Zukunftspläne und ja, man kann in Zukunft die Arbeitsblätter direkt über tutory verkaufen. Dazu erarbeitet tutory noch eine eigene Lizenz. Zum Schluss erfährst du, wie du mithilfe von tutory Geld mit deinen eigenen Arbeitsblättern Geld verdienen kannst.

Fazit

Tutory ist ein innovativer gut durchdachter Online-Editor für ambitionierte Lehrer.

Du kannst auf tutory bequem Arbeitsmaterialien selbst online erstellen, diese teilen und über die eigene Webseite verkaufen.

Außerdem arbeitet das Portal daran, dir in Zukunft einen Marktplatz für Arbeitsmaterialien zu bieten.

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