5 Gründe als Sprachlehrer mehr Geld zu verlangen

Sprachlehrer mehr Geld

Als Sprachlehrer mehr Geld zu verlangen, ist eine Kunst. Viele haben Angst, dass ihnen die Lerner abspringen. Hier kommen 5 gute und wichtige Gründe, warum du als Sprachlehrer mehr Geld verlangen darfst.

Warum du als Sprachlehrer mehr Geld verlangen solltest

  1. Du wirkst kompetenter

Machen wir uns nichts vor. Nach wie vor gilt: je teurer eine Sache ist, desto wertvoller in den Augen potentieller Kunden. Das ist ein Naturgesetz. Nutz dieses Gesetz auch für dein Angebot, indem du als Sprachlehrer mehr Geld verlangst.

Als Quereinsteiger Sprachlehrer ist es am Anfang sinnvoller, sich für weniger Geld zu verkaufen, weil dir die fachliche Kompetenz fehlt, aber deine Fertigkeiten steigern sich im Laufe der Zeit, ebenso deine Erfahrungswerte.

Du wirst vielleicht wesentlich weniger Anfragen am Anfang erhalten. Aber es kommen welche. Mit der Zeit wirst du sogar merken, dass du von Lernern als wesentlich kompetenter wahrgenommen wirst, wenn dein Preis höher ist. Du bist dann nicht mehr “nur” der Nachhilfe-Lehrer. Der höhere Preis deutet darauf hin, dass du gefragt bist und dass andere bereit sind, diesen Preis für dich zu zahlen. Automatisch bist du in den Augen anderer ebenfalls mehr Wert.

  1. Du bist dir deiner Kosten bewusst

Für dich selbst musst du dir immer deiner Kosten, Ausgaben und damit des notwendigen monatlichen Einkommens bewusst sein. Nur so kommst du auf ein Plus und mehr. Jemand, der sich selbstständig macht und für 15,00/Std. arbeitet, wird nach ein paar Monaten feststellen, dass er sich diesen Job nicht leisten kann.

Daraufhin wird er entweder depressiv oder gibt die Selbständigkeit in dieser Branche schnell auf. Das habe ich schon sehr oft beobachtet. Verkauf dich nicht unter Wert und arbeite nicht für eine Null-Rechnung. Errechne dir einen Stundenlohn, der aufgrund deiner Ausgaben realistisch ist.

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  1. Du bietest eine weiterbildende Dienstleistung an

Der Schüler nimmt eine weiterbildende Dienstleistung in Anspruch, mit der er später einen Job oder eine bessere Position erhält oder sogar ins Ausland ziehen kann. Er wird aus dem Sprachunterricht irgendwann Geld rausschlagen. Es ist für ihn also eine Investition, die seine Zukunft ändern kann. Viele andere Berufsgruppen berechnen für ihre Dienstleistung mindestens 50 – 100 EUR pro Stunde.

Für 100 EUR wird sich wahrscheinlich niemand bei dir für den Unterricht anmelden. Aber denk dran: Je höher dein Stundenlohn, desto besser und ausgewählter deine Schüler. Und 100,00 EUR zu verdienen wird nicht schwer, wenn du Gruppenunterricht anbietest.

  1. Als Hauptberufler steigerst du laufend deine Erfahrung und Kompetenz

Diesen Punkt unterschätzen viele angehende Sprachlehrer. Selbst wenn du ein Germanistik-Studium oder eine DaF-Ausbildung abgeschlossen hast, weißt du eigentlich gar nichts. Denn erst die praktische Erfahrung macht dich zum Meister. Will heißen: Der Mehrwert von Sprachlehrern im Hauptberuf liegt in ihrer Erfahrung, ihrer ständigen Weiterbildung und der täglichen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Du probierst neue Unterrichtskonzepte aus, erlebst unterschiedliche Arten von Schülern, passt dein Arbeitsmaterial an usw. Du bildest dich stets weiter. Im Gegenteil zu Nebenberuflern verläuft dieser Prozess wesentlich schneller und intensiver. Das ist ein berechtigter Grund, warum du als hauptberuflich arbeitender Sprachlehrer mehr Geld verlangen darfst.

  1. Du hilfst anderen Lehrern und dem gesamten Markt

Fühl dich nicht als Konkurrent, sondern als Teil einer weltweiten Gemeinschaft an privaten Sprachlehrern. Wir verfolgen alle das gleiche Ziel: Den Menschen helfen, sich ihre Wünsche zu erfüllen. Wir sollten zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen anstatt auszubeuten. Niedrigpreise machen den Markt kaputt und dieses Problem fängt bei jedem einzelnen Lehrer selbst an, nicht bei den anderen.

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Welcher Stundenlohn ist für Sprachlehrer angemessen?

Wie viel Geld du für privaten Sprachunterricht verlangen darfst, hängt von mehreren Faktoren ab. Lies dazu meinen Artikel über das Sprachlehrer Gehalt in Europa.

Um als Sprachlehrer mehr Geld zu erhalten, solltest du dir erst einmal Klarheit über folgende Punkte verschaffen:

  1. Ausgaben
  2. Freizeitaktivitäten
  3. Selbstwertgefühl
  4. Arbeitsaufwand

Fang an zu rechnen. Schreib alle deine Ausgaben auf ein Blatt Papier. Teile sie ein in Fixkosten (Miete, Versicherungen..), also alle festen monatlichen Kosten. Errechne dann eine Summe, die zum Leben brauchst. Dazu gehören die Lebenshaltungskosten, sprich alle notwendigen Ausgaben, wie Essen, Ausgehen und Hobbies.

Jetzt hast du ein MUSS errechnet. Nehmen wir an du hast die Summe 1.500 EUR vor dir liegen. Das ist das absolute Minimum. Wenn du diese Summe verdienst, hast aber noch nicht an Steuern gedacht. Hinzu kommen Urlaub- oder Krankheitsausfälle. Was ist mit dem kaputten Kühlschrank?

Es ist nur zu deinem Besten, wenn du diese Kosten realistisch in deine Planung einfließen lässt. Für Steuern und Ersparnisse sollten hier noch mindestens 1.000 EUR draufkommen. Daraus ergibt sich für unsere Beispielrechnung ein Mindestlohn von 2.500 EUR im Monat.

Zu aller Letzt solltest du dein Selbstwertgefühl nicht außer Acht lassen. Auf Dauer wirst du nur dann wirklich zufrieden sein, wenn du verdienst, was dir zusteht. Angemessen ist also das, was du als angemessen empfindest.

Stundenlohn errechnen

  1. Wunschgehalt: 2.500 EUR
  2. Arbeitsaufwand: 20 Stunden Unterricht pro Woche (40 Stunden inkl. Vorbereitung), also 80 Stunden im Monat

2.500 EUR : 80 Stunden = 31,25, aufgerundet auf 32 EUR/h

Jetzt heißt es, 20 Stunden mit Schülern füllen, die bereit sind für deinen Unterricht 32 EUR zu zahlen. Versuch es und teil mir gerne mit, wie es bei dir funktioniert.

Als Sprachlehrer mehr Geld verlangen und den Markt retten

Oft genug lese ich in den Nachrichten, dass Lehrer an der Armutsgrenze leben und aus diesem Hamsterrad nur schwer herauskommen. Stell die eigene Leidenschaft und den dankbaren Erfolg sowie das Glück der Schüler über das eigene und werde arm. Aber wenn du vorhast, von deinem Sprachunterricht zu leben und den Job in ein paar Jahren immer noch auszuüben, dann fang heute an zu rechnen!

Im Grunde ist es nichts Schlechtes, günstiger zu sein, als die Konkurrenz. Gerade angehenden Sprachlehrern hilft es, anfangs schnell ein paar Schüler zu gewinnen. Aber wenn du nicht aufpasst, rutschst du in die Falle der Dumpinghonorare. Stundenpreise zwischen 10 und 15 EUR machen auf Dauer den Markt kaputt. Außerdem ist es ein hervorragendes Minusgeschäft, bei dem du schon bald Pleite bist.

Webdesigner, Fotografen oder Personal Trainer verlangen einen Stundenlohn von etwa 100 EUR. Und die Leute zahlen das ohne zu mucken. Und welche Ausrede hast du dafür, dass du nur 15,00 EUR oder weniger verlangst?

Findest du den Artikel hilfreich, dann hinterlasse einen Kommentar.

Wenn ich dir helfen kann, deinen Stundenlohn zu erhöhen und geeignete Schüler zu finden, dann schreib mir gerne eine E-Mail an marta@tutorcompass. de.

Suchst du noch mehr Tipps für Quereinsteiger?

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2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallelujah, Kollegin!
    Hast du super erfasst!
    Noch einfacher finde ich es, wenn man sich für eine spezielle Zielgruppe entscheidet und darauf spezialisiert. Mit einer konkreten Zielgruppe vor Augen und angepassten Lernmaterialien liest man den Lernenden jeden Wunsch ab. Dafür zahlt jeder gerne, besonders weil es mal was Anderes ist als der allgemeine Kurs an der VHS.

    1. Hallo Dilyana,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Da gebe ich dir vollkommen Recht. Im Vorwege die Zielgruppe zu definieren ist das A und O einer guten Verdienstplanung. Vor allem aber steigert der Lehrer so seine Expertise und die Zufriedenheit deiner Schüler.

      Auf welche Zielgruppe spezialisierst du dich? Magst du kurz etwas dazu erzählen.

      Viele Grüße,

      Marta

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