Warum du dich als Online-Lehrer im Netz zeigen solltest (und wie du die Angst überwindest)

Online-Lehrer

Du bist Online-Lehrer und möchtest dich öffentlich im Netz zeigen, hast aber Angst davor?

Wenn ja, dann bist du nicht allein.

In unserer Community und unter den Bloglesern gibt es sehr viele Sprachlehrer, die sich gerne online zeigen würden, sich aber noch scheuen. Irgendetwas hält sie zurück.

Die Hemmschwelle, sich öffentlich zu zeigen ist wirklich nicht einfach zu überschreiten. Ich weiß das, denn ich stand genau wie du einmal vor der Entscheidung, ob ich es mache oder lieber sein lasse.

Ängste sind furchtbar, sie hindern uns daran, nach vorne zu gehen, ein Risiko einzugehen und einfach mal die eigenen verrückten Ideen umzusetzen. Aber Ängste sind nicht real. Ängste sind nichts anderes als Vermutungen.

Du vermutest, dass

  • dein Lernprogramm nicht perfekt ist
  • deine Materialien ungenügend sind
  • du nicht ausreichend technische Kenntnisse hast
  • deine Stimme furchtbar klingt
  • und du einfach gnadenlos scheiterst

Du vermutest, dass andere dich nicht brauchen und das, was du tust, nicht gut finden.

Möchtest du jedoch Online-Schüler gewinnen, musst du diese Ängste überwinden.

Mein Kampf mit der Angst und wie sie sich überwinden lässt

Als ich mit dem Bloggen startete, tat ich mich schwer, meine Gedanken klar zu formulieren. Die größte Hürde war die Startseite, auf der ich mein Foto platzieren wollte. Ich hatte Angst davor, mich selbst in den Vordergrund zu stellen. Für die “Über-mich” Seite habe ich ungefähr zwei Monate gebraucht – und habe sie seit dem mehrmals umgeschrieben.

Zurückblickend war der Start eine der schwierigsten Entscheidungen. Ich hatte Angst vor der Öffentlichkeit, vor Kommentaren, vor E-Mails und negativen Reaktionen.

Trotzdem tat ich es. Schritt für Schritt entstand neben dem Blog, eine Community, ein Buch und nun Workshops für Sprachlehrer.

Meine ersten Artikel waren eine Katastrophe. Doch ich habe dazugelernt und fühle mich heute im Netz wohler als sonst irgendwo.

Heute möchte ich dir zeigen, wie auch du die Angst überwindest, dich als Online-Lehrer öffentlich zu zeigen.

Wie du als Online-Lehrer die Angst überwindest

Fast jeder Online-Lehrer, der zum ersten Mal in die Öffentlichkeit raus geht, spürt den wie ihm der Schweiß die Strin herunterläuft. Doch Schritt für Schritt werden sie besser, selbstbewusster und posten sogar Videos.

Mit kleinen Schritten nach vorne

Die wichtigste Erkenntnis ist diese: Deine ersten Artikel oder Videos sind nicht perfekt. Und das ist gut so. Lass dir Zeit zum Lernen. Es dauert ein Weilchen bis du deinen individuellen Schreibstil und eine eigene Stimme findest.

Es vergeht eine Weile, bis du herausfindest, was deine Leser und Besucher wirklich lesen wollen.

Aber du findest das nie heraus, wenn du nicht startest.

Das Geheimnis: Bleib am Ball und lerne von anderen. Du wirst mit der Zeit besser – vorausgesetzt du gibst nicht auf und willst Neues dazulernen.

Mit Tutor Compass – dem Blog und den Videos – war ich schon öfters am Aufgeben. Weil ich mich nicht gut genug fühlte. Aber mein Herz will weitermachen und so bleibe ich am Ball. Manchmal wirst du resignieren wollen, dann mach eine Pause. Und kehre bald zurück, steh auf und mach weiter.

Trau dich, deine Ideen umzusetzen

Als ich mit dem Blog für Sprachlehrer startete, hatte ich berechtigte Angst. Denn es gab nichts Vergleichbares im Netz. Ich war so nervös. Aber ich glaubte an die Idee. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass nur ich alleine als Online-Lehrer vor diversen Herausforderungen stand. Es müsste doch auch andere mit ähnlichen Problemen geben.

Trau dich, deine Ideen umzusetzen. Nach und nach bekommst du positives Feedback für deinen Mut. Deine Leser werden dir dankbar sein, dass du ihnen etwas Gutes tust. Und darum geht es doch: Du möchtest anderen helfen. Also hab den Mut, es zu tun.

Mit der Zeit entwickelst du dich zum Experten auf deinem Gebiet. Deine Leser werden dich um Hilfe bitten und deinen Content mit anderen teilen. Deine Inhalte gewinnen bald an Qualität. Am Anfang müssen sie nicht sofort perfekt sein. Das erwartet niemand. Das ist wie Sport. Du gehst nicht zum Sport, weil du abgenommen hast, sondern weil du abnehmen möchtest. Der Erfolg kommt nach und nach, solange du dran bleibst.

Wahrscheinlich denkst du, dass es schon genug Sprachlehrer gibt, die gute Blogs führen und ausreichend kostenlose Materialien für Schüler veröffentlichen. Das führt dazu, dass du vorschnell aufgibst.

Lass dich nicht entmutigen! Konkurrenz belebt das Geschäft. Die einzige Erkenntnis, die du daraus schließen solltest, ist, dass die Nachfrage groß ist. Es ist somit für alle Platz.

Du hast die Chance aus der Menge herauszustechen, wenn du dir eine ganz bestimmte Gruppe von Lernern aussuchst und deine Inhalte auf diese konzentrierst.

Der beste Content ist der, der ein konkretes Problem löst. Such dir deshalb eine Gruppe von Lernern und löse ihr Problem. Das können zum Beispiel polnische Pflegekräfte sein, indem du Deutsch für Pflegekräfte anbietest.

Wie du Angst vor Kritik überwindest

Am Anfang hatte ich Angst davor, was Leute sagen würden. Wer lässt sich schon gerne kritisieren. Eine öffentliche Kritik würden dann auch noch andere sehen.

Heute weiß ich, dass diese Angst unberechtigt war. Aus zwei Gründen:

  1. Du denkst zu groß

Es dauert eine ganze Weile, bis dein Blog oder YouTube Kanal bekannt wird. Dahinter steckt viel Arbeit – und Zeit. Bis es soweit ist, können viele Monate vergehen. Das soll dich nicht entmutigen. Aber es sollte dich daran hindern, am Anfang zu groß zu denken. Noch schreibst du für dich. Machst du Fehler, dann bemerken es vielleicht zehn Menschen – und nicht eine Million.

  1. Bevor jemand kritisiert, kommt er nicht wieder

Menschen sagen dir nur selten ins Gesicht, dass sie etwas nicht mögen. Lieber sagen sie nichts und besuchen deine Seite einfach nicht mehr oder eine ganze Weile nicht mehr. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass vor der ersten Kritik erst einmal viele positive Kommentare kommen. Aus diesen schöpfst du so viel Kraft und Motivation, dass dich zukünftige negative Kritik nicht so leicht umhaut.

Viel eher als negative Kritik, erhältst du positive konstruktive Kritik. Wenn das passiert, weißt du, dass dein Content gelesen wird. Andere wollen dir lediglich helfen, ihn zu optimieren. Hab ein offenes Ohr dafür und erwäge Optionen, deine Inhalte zu verbessern.

Die Angst vor dem Scheitern und wie du dich auf Erfolgskurs bringst

Ich kenne kaum einen Menschen, der keine Angst vor dem Scheitern hat. Besonders Personen, die sich öffentlich zeigen, quält die ständige Angst davor zu Scheitern – und zwar vor aller Augen.

Befreie dich von dieser Angst. Natürlich sollst du nicht blind ein Business eingehen, dass unsicher ist. Plane daher bewusst und suche dir Rat. Zum Beispiel in der Tutor Compass Sprachlehrer Community.

Du solltest dir klar machen, dass ein Blog alleine kein Business ist. Mit deinem Blog oder YouTube Channel baust du dir einen Marketingkanal auf. Du vermarktest deine Expertise. Dein Geld hingegen verdienst du mit deinem Unterricht als Online-Lehrer.

Nimm das Bloggen als eine Erfahrung mit. Und lerne mit der Zeit dazu, wie du diesen Marketingkanal für dein Produkt und deine Dienstleistung effektiv nutzen kannst.

Und je mehr Arbeit und Zeit du in deinen Blog investierst, umso stärker wächst deine Reichweite. Aus dieser ergeben sich wiederum neue Kunden.

Als Blogger oder V-Blogger hast du nichts zu verlieren, außer Zeit. Und selbst wenn dein Blog keine Besucher hat oder diese sehr lange auf sich warten lassen, dann hast du etwas dazu gelernt. Nutze dieses Wissen, um zu wachsen und deinen Blog zu optimieren.

Erfolg ist ein Prozess aus LERNEN und OPTIMIEREN. Und vor allem ist Erfolg ein langfristiges Vorhaben.

Jetzt bist du dran

Viele heute bekannte und erfolgreiche Online-Lehrer hatten Angst, sich online zu zeigen.

Es geht nicht ohne. Dir entgeht jedoch eine ganze Menge Erfahrung, wenn du nicht einfach loslegst. Alle haben klein angefangen, ohne dass ihnen die heutigen Marketingmittel und Beispiele anderer Blogger zur Verfügung standen. Und sie haben es trotzdem geschafft. Also schaffst du es auch.

Konzentriere dich auf deine Lerner und verbessere deinen Content im Learning-by-doing Verfahren: Starten, machen, lernen und optimieren.

Hast du Angst davor, dich als Online-Lehrer öffentlich zu präsentieren? Wenn du deine Ängste überwunden hast, dann teile doch deine Story und erzähle, wie du es geschafft hast.

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2 Kommentare, sei der nächste!

  1. hallo Marta 🙂

    schön, dass du einem hier ide Angst zu verscheuchen suhcst. Na, zum Ende der Schulzeit und dann im Studium richtig, habe ich kommunikative Vorträge gehalten – das macht Spaß …

    So habe ich wohl nicht diese Angst aber, aber gerade suche ich ein DaF-Werk, das ab A1 bis C2 für ONLINE Lernen genutzt werden kann.

    Dem Schubert-Verlag sein Werk ist ja spitze aber sie bieten es nicht ganz für ONLINE-Lernen an. Aber in der Tutor Community wurden ja auch noch weitere Werke empfohlen, muss sie mal wieder finden und dann hab ich ja vielleicht schon etwas,

    bis dann

    Markus

    1. Hallo Markus, 🙂

      die Angst, sich online oder auch in der realen Welt vor anderen zu präsentieren, ist bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt. Es ist schön, dass du zu jenen gehörst, die damit keine größeren Probleme haben.

      Was die DaF-Werke angeht, findest du auf Tutor Compass vielleicht passende Inspiration unter der Rubrik “Meine Bücher und Kurse“. Die Lehrwerke sind zwar nicht ausschließlich auf den Online-Unterricht ausgelegt, sind aber dafür geeignet.

      Liebe Grüße,
      Denise

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